Messungen am Kapellenflecken
55 Schülerinnen und Schüler nahmen diesmal am vierten Clausthaler Geowochenende, vom 15.-16. Juni teil, welches vom Institut für Geophysik und dem Institut für Geologie und Paläontologie geplant und durchgeführt worden war. Zweck der Zusammenkunft war eine praktische Einführung in die geowissenschaftlichen Studiengänge an der Technischen Universität Clausthal.
Viele der Teilnehmer reisten schon am Freitagabend aus Grömitz, Bonn, Bitterfeld oder Kassel nach Clausthal an. In geselliger Runde wurden dabei die ersten Kontakte geknüpft und die anwesenden Studenten und Mitarbeiter mit Fragen gelöchert. Nach einer "relativ kurzen" Nacht in den Instituten, startete das eigentliche Programm am Samstagmorgen und nach dem Frühstück ging es dann endlich los. Die Teilnehmer konnten sich je nach Interesse in zwei Gruppen aufteilen: Geophsyik oder Geologie und selbst der Wettergott zeigte sich von seiner angenehmeren Seite!
Die Exkursion hatte dieses Jahr das gleiche Ziel wie das Geländepraktikum der Studenten, wie schon erwähnt den Kapellenflecken in der Nähe von Braunlage im Harz. Dabei ging es darum, mit den Methoden der Geoelektrik, Geomagnetik, Seismik und des Bodenradars die Strukturen einer mittelalterlichen Zisterzienserkapelle sichtbar zu machen. Die Teilnehmer des Geländepraktikums hatten dabei schon Vorarbeit geleistet und während der Pfingstpause dort bereits gemessen.
|
Der Kapellenflecken wurde erstmals um 1240 schriftlich erwähnt. Hier sieht man eine Grundriss-Skizze, welche jedoch in einigen Punkten falsch ist. So zeigt der Nordpfeil auf dem Bild nach Westen und die Lage der Kapelle müsste man sich nach Aussage der Denkmalpfleger um 90°nach rechts verschoben denken! |
![]() Nachdem die vielen Interessenten im Wald ihr "Basiscamp" aufgebaut hatten, ging es dann auch frisch ans Werk! |
|
![]() Hier sieht man Tobias mit einer Gruppe Gehilfinnen beim Vermessen des Areals! |
![]() Zum Einsatz kamen während des Wochenendes die Geoelektrik (hier erklärt Herr Weller die Funktion und den Aufbau der Apparatur), ... |
![]() ... aber auch die Geo-Magnetik (hier erklärt Wolfgang Aufbau und Funktion des Magnetometers), ... |
![]() ... das Bodenradar (Vorsicht! Zerbrechliche Glasfaserkabel! *knirsch* ;) ), ... |
![]() ... und im Gegensatz zum kurz vorher stattgefundenem Geländepraktikum diesmal auch die Seismik unter Obhut von H.von Hartmann. |
|
|
Auch wenn die Messergebnisse, wie sich während des Geländepraktikums schon herausstellte, eher "dürftig" sind, kann man dennoch einige wenige Strukturen erkennen. Hier exemplarisch ein Ergebniss der Geoelektrik-Messungen vom Kapellenflecken. |
![]() Nach getaner Arbeit setzte man sich in geselliger Runde zusammen und am Abend wurde dann gegrillt, geklönt und neue Freundschaften gefestigt. |
Mit vielen neuen Eindrücken von Mensch, Natur und Technik versehen, reisten die Teilnehmer dann wieder nach Hause. Die Studenten und Mitarbeiter des Instituts für Geophysik hoffen auch nächstes Jahr wieder vielen neuen, aber auch alten Interessenten und Wissbegierigen einen Einblick in die "Geheimnisse" der Geophysik geben zu können, denn das Motto der Geophysik lautet ja:
"Das Unsichtbare sichtbar machen!"
Wir freuen uns auf Euch, also bis demnächst!
Sollte für die Veranstaltung im kommenden Jahr Interesse bestehen, so mailt uns einfach!