Institut für Geophysik


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3. Clausthaler Geowochenende


Mit Geophysik auf den Spuren des Mittelalters

Messungen im Hunesteinbruch

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe verschiedener Gymnasien aus Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nahmen am Samstag, 16. Juni und Sonntag, 17. Juni, an einer Informationsveranstaltung teil, die vom Institut für Geophysik und dem Institut für Geologie und Paläontologie angeboten wurden. Zweck der Zusammenkunft war eine praktische Einführung in die geowissenschaftlichen Studiengänge an der Technischen Universität Clausthal.

Der Großteil der Teilnehmer reiste schon am Freitag Abend nach Clausthal an. In geselliger Runde wurden die ersten Kontakte geknüpft und die anwesenden Studenten und Mitarbeiter mit Fragen gelöchert. Das eigentliche Programm startete am Samstag Morgen. Nach einem kräftigen Frühstück ging es endlich los. Die Teilnehmer konnten sich je nach Interesse in zwei Gruppen aufteilen: Geologie und Geophysik.

Die Geophysikexkursion führte in den Hunesteinbruch im Oberharz. Der Betreiber des Steinbruchs plant eine Erweiterung des Abbaugebietes. In dem Bereich liegen Reste eines mittelalterlichen Verhüttungsplatzes, der nun im Rahmen einer Notgrabung von Archäologen erkundet wird. Dieses Areal eignet sich sehr gut für geophysikalische Messungen. Die Interpretation der geophysikalisch gewonnenen Daten kann direkt im Anschluss an die Ausgrabungen kontrolliert werden, nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit bei geophysikalischen Messungen.

Ausgrabung mit Herrn Klappauf

Vor Beginn der eigentlichen Messungen erläutert Herr Klappauf (rechts, Montanarchäologe, Goslar) die vermuteten Strukturen und angewendeten Ausgrabungstechniken. Mit dem Hintergrundwissen ist der Sinn der geophysikalischen Messungen klarer verständlich.


Zum Einsatz kamen unterschiedliche Verfahren, wie z.B. Magnetik, Elektrik und Seismik. Zuvor jedoch kam keiner um eine kleine theoretische Einführung herum. Im Bild versucht Herr v. Hartmann die Grundlagen der Seismik zu erläutern, erste Ergebnisse werden im Feld begutachtet.


Des Weiteren wurden elektrische und magnetische Messungen durchgeführt. Benoit erklärt die Phönix.


Um die gewonnenen Daten im Anschluss für die Darstellung noch zuordnen zu können, müssen alle Profile und Meßlokationen eingemessen werden. Dies erfolgt mit einem Geodimeter.


Wolfgang erläutert die Funktionsweise des Magnetometers.

Resultat der magnetischen Messungen:

Deutlich sind einige Anomalien zu erkennen, nun bleibt abzuwarten, ob an diesen Stellen auch von den Archäologen Funde gemacht werden.



Nach erfolgreicher und anstrengender Arbeit klang der Tag bei Lagerfeuer und Getränken aus. Der Großteil der Schüler zeltete direkt am Grillplatz.

Am Sonntag standen Institutsführungen sowie Einführungen und Erläuterungen zu den Studiengängen auf dem Programm. Wir hoffen, allen Interessierten ein informatives und nicht zu theoretisches Wochenende haben bieten zu können. Der Termin für das nächste Geowochenende steht bereits fest:

14. - 16. 06. 2002

Sollte für die Veranstaltung im kommenden Jahr Interesse bestehen, so mailen Sie uns einfach!


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