Schülerinnen und Schüler der Oberstufe verschiedener Gymnasien aus Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nahmen am Samstag, 17.6., und Sonntag, 18.6., an einer Informationsveranstaltung teil, die vom Institut für Geophysik und dem Institut für Geologie und Paläontologie angeboten wurden. Zweck der Zusammenkunft war eine praktische Einführung in die geowissenschaftlichen Studiengänge an der Technischen Universität Clausthal.
Der Großteil der Teilnehmer reiste schon am Freitag Abend nach Clausthal an. In geselliger Runde wurden die ersten Kontakte geknüpft und die anwesenden Studenten und Mitarbeiter mit Fragen gelöchert. Die erste Nacht verbrachten die Schülerinnen und Schüler im Institut für Geophysik. Das eigentliche Programm startete am Samstag Vormittag, für einige stand zuvor noch ein Waldlauf auf dem Programm. Nach einem kräftigen Frühstück ging es dann endlich los. Die Teilnehmer konnten sich je nach Interesse in zwei Gruppen aufteilen: Geologie und Geophysik.
Die Geophysikexkursion führte in das Pandelbachtal, ein im Mittelalter von den Zisterziensern genutztes Tal im Harz, in dem noch heute Spuren der damaligen Aktivitäten zu finden sind. Besonders gut sind die Reste der Wasserbaukunst erhalten. Mit unterschiedlichen Verfahren versuchen die Geophysiker dort schon seit längerem weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
![]() Bevor es an die Messungen ging, erzählte Herr Dr. Kolb etwas über die Geschichte des Tals, die Zisterzienser und die bis heute aus alten Schriften bekannten Aktivitäten in dem Pandelbachtal. |
Danach ging es endlich los - Bilden von Kleingruppen und dann an die Arbeit.
Die flächenhafte Darstellung und Untersuchung des Areals wurde mittels magnetischer Messungen bewerkstelligt. Jeweils drei Schüler(innen) wurden für diese Aufgabe eingesetzt. Ziel war die Lokalisierung der Verhüttungsöfen.
![]() Eine Magnetikmesstruppe im Einsatz. |
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Gradientenkarte des obersten Hüttenplatzes. Deutlich sind Anomalien zu erkennen. Über die magnetisch ermittelten Anomalien wurden zusätzlich Elektrikprofile gemessen. Hierbei lag das Interesse besonders in der Ermittlung der Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom. Die Phasenverschiebung ist bei dieser Art der Aufgabenstellung aussagekräftiger als der reine Bodenwiderstand. Durch spezielle Modellierungsverfahren kann eine Aussage über die Tiefenlage der Anomalien getroffen werden. Die so ermittelte Tiefenlage läßt sich ebenfalls mit dem Radar überprüfen, welches auch eingesetzt wurde. |
![]() Radarmessungen einer Schülergruppe auf einem vielversprechenden Profil. |
![]() Noch im Feld werden die Daten betrachtet und erste Schlüsse gezogen. |
Weiterhin wurde die Seismik eingesetzt. Mit ihrer Hilfe wurde versuchte ein Staubecken nachzuweisen, welches im Mittelalter als Wasserspeicher für die Wasserräder gedient haben soll.
![]() Herr v. Hartmann erklärt die Bedienung des Messcomputers den interessierten Schülern. |
Nachdem bei schönstem Sommerwetter die Messungen abgeschlossen waren, ging es zurück nach Clausthal. Dort vereinten sich die Geologengruppe und die Geophysikergruppe, um im Wald gemeinsam zu grillen und die Nacht zu verbringen. Für Hartgesottene stand noch ein Bad in einem Oberharzer Teich auf dem Programm.
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Der Sonntag war den Laboratorien und der Theorie gewidmet.
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Neben Informationen zum Studiengang, den Voraussetzungen und den Berufschancen als Geologe/Geophysiker konnte ausserdem die neue Geosammlung besichtigt werden.
Sollte für ähnliche Veranstaltungen im kommenden Jahr Interesse bestehen, so mailen Sie uns!