30000 Tonnen Gestein lösten sich kürzlich auf einen "Schlag" im Kalkwerk Iberg der Fels Werke. Beim Clausthaler Geowochenende hatten Schülerinnen und Schüler, die sich über das Studium der Geologie und der Geophysik an der TU Clausthal informierten, jetzt die Möglichkeit im Steinbruch Iberg eines der späteren Arbeitsgebiete eines Geowissenschaftlers in der Industrie hautnah kennenzulernen. Höhepunkt der "Befahrung" mit den Schülerinnen und Schülern war die Sprengung. Auf einen Schlag lösten sich 30000 Tonnen Gestein. Die Clausthaler Geophysik zeichnete in ihrer Meßstation das Ereignis auf. "In cirka zwei Sekunden Laufzeit erreichte das Signal die Clausthaler Meßstation", berichtet Prof. Fertig, der mit Prof. Weller beim Schülerwochende den geophysikalischen Part bestritt. "Zuerst kommt das Signal an, das bis in die Erdkruste hineinlief und dann reflektiert wurde. Es ist wesentlich schneller, als die an der Erdoberfläche sich ausbreitende Erschütterungswelle", erläutert Fertig. Achtzehn Schülerinnen und Schüler nutzten das Infowochenende zu Studium und Beruf des Geowissenschaftlers. Das Studium und die beruflichen Möglichkeiten wurden in Vorträgen vorgestellt. Es folgte die Exkursion in den Iberger Steinbruch. Dann ging es unter fachkundiger Anleitung in das Labor. Die Computersimulation von Grundwasserverläufen hilft, mögliche Schadensersatzfälle in einem Schritt beurteilen zu können, die Atomabsorptionsspektrometrie gibt Aufschluß über die Elementzusammensetzung der Gesteinsprobe.