Institut für Geophysik der TU Clausthal
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Angewandte Geophysik : Seismik
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Ebene Wellen in geschichteten Medien
Applet
( in sepatatem Fenster, ca. 535 x 340 Pixel )
Das Applet simuliert die Transmission und Reflexion ebener Wellen
durch ein planparallel geschichtetes Medium.
- Hierzu wird zunächst
- im Zeitbereich die Folge der Transmissions- und
Reflexionskoeffizienten
aller Schichtgrenzen berechnet,
- wobei Schichten mit konstanten Geschwindigkeits- und/oder
Dichtegradienten in dünne "Lamellen" gleicher
Laufzeit δT ≤ Δt/2
- ( Δt = Stützwertabstand DEL-T =
1 / F-SMP ) zerlegt werden,
- anschließend wird
- im Frequenzbereich für jede Quell-Empfänger-Kombination
- die "Übertragungsfunktion" des Modells rekursiv
berechnet
- und
- mit dem Spektrum des Quellsignals multipliziert.
- Die Rücktransformation dieser Produkte in den
Zeitbereich liefert die an den Empfängern registrierten
seismischen Spuren.
- Inhalt -
Erläuterungen :
- Modell + Messkonfiguration
- Gradientenschichten
- "Übertragungsfunktion"
HOWTO :
- Dialogfenster :
- Messkonfiguration
( SHT / GEO CONFIG )
- Modellparameter
( U.H.S / LAY_1 PARAM )
- Zeitskala + Fouriertransformation
( TIME SCALE + LEN FFT )
- Quellsignal
( SOURCE SIGNAL )
- Graphische Darstellung :
- Modell
( DISP MODEL )
- Seismische Spuren
( DISP TRACES )
Download
- Erläuterungen -
Modell + Messkonfiguration :
- Das Modell besteht aus
- 1 ... 30 planparallelen Schichten¹)
( LAY_1 ... LAY_30 ) `
- zwischen
- einem homogenen oberen Halbraum
( UHS, Z < 0 )
- und
- einem homogenen unteren Halbraum ( LHS ).
- Beide Halbräume sind unendlich ausgedehnt und
homogen, d.h.
- Reflexionen können nur
- an der Oberfläche des Modells
( TOP, Z = 0 ),
- an der Untergrenze des Modells
( BOT, = Grenze zum unteren Halbraum )
- und
- an Grenzen des dazwischen liegenden Schichtpaketes
auftreten.
- ¹) Die Zahl der Reflexionskoeffizienten ( Schicht- und
"Lamellen"-Grenzen ) ist auf 4096 begrenzt.
- Das Applet simuliert drei unterschiedliche
Messkonfigutationen :
- 1 Schusspunkt und 2 Geophonpositionen
( 1 SHT + 2 GEO ),
- wobei der Schusspunkt
- im oberen Halbraum ( UHS ),
- in der Modelloberfläche ( TOP ),
- in der Modelluntergrenze ( BOT )
- oder
- im unteren Halbraum ( LHS )
- liegen kann,
- und die Registrierung
- an der Oberfläche ( TOP )
- und / oder
- an der Untergrenze ( BOT )
- des Modells erfolgt.
- ( Bei SHT = UHS / LHS liegt der Schusspunkt
innerhalb des jeweiligen Halbraums,
- jedoch so "dicht" an dessen Grenze, dass lediglich
- die Signalamplitude den Transmissionsverlust der
Schichtgrenze widerspiegelt,
- ohne Laufzeitverzögerung gegenüber
SHT = TOP bzw. BOT. )
- In den beiden anderen Konfigurationen wird jeweils eine VSP-Messung
- ( Vertical Seismic Profiling )
simuliert :
- Bei 1 Schusspunkt und 6 Geophonpositionen
( 1 SHT + 6 GEO )
- werden zusätzlich die Registrieungen an bis zu vier
Bohrlochaufnehmern
( GEO = G_1 ... G_4 ) berechnet,
- bei 6 Schusspunkten und 1 Geophonposition
( 6 SHT + 1 GEO )
- die Registrierungen an der Oberfläche ( TOP )
oder an der Untergrenze ( BOT ) des Modells
- von zusätzlich bis zu vier Schusspunkten in einem
Bohrloch ( SHT = S_1 ... S_4 ).
- Der gleichabständige Geophon- bzw. Schussarray kann zwischen
Oberfläche und Untergrenze des Modells beliebig positioniert werden,
die Länge des Arrays ( ≤ Z(BOT) - Z(TOP) )
ist justierbar.
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HOWTO
Gradientenschichten :
Im Schichtpaket zwischen oberem und unterem Halbraum können neben
homogenen Schichten ( Geschwindikeit V und Dichte ρ
konstant )
auch Schichten mit konstanten Gradienten der Geschwindigkeit
( grad_V ) und/oder Dichte ( grad_ρ )
simuliert werden.
Bei vorgegebenem zeitlichen Stützwertabstand Δt für das
Quellsignal, die Fouriertransformation ( FFT ) und die seismischen
Spuren wird eine Gradientenschicht durch eine Abfolge von
"dünnen", homogenen "Lamellen" gleicher
Laufzeit δT ≤ Δt/2 ersetzt, wobei die
konstante Geschwindigkeit und Dichte einer "Lamelle"
aus den lokalen ( tiefenabhängigen ) Werten dieser
Schichtparameter bestimmt werden.
Die Laufzeit durch eine Schicht vorgebener Mächtigkeit,
Anfangs- und Endgeschwindigkeit wird durch die Integration von
V(z) = V(Z_0) + grad_V × ( z - Z_0 )
=> T(z) =
log{1 + grad_V × ( z - Z_0 ) / V(Z_0) } / grad_V
bestimmt, und so in N Schritte δT ≤ Δt/2
geteilt,
dass Schichtlaufzeit ( = N × δT )
und Schicntmächtigkeit ( = Summe der
"Lamellen"-Dicken δZ(i), i = 0 ... N-1 )
unverändert bleiben.
Hieraus ergeben sich Dicke δZ und Geschwindigkeit V einer
"Lamelle" zu
δZ(i) = exp(i × δT×grad_V) × { exp(δT×grad_V) - 1 } × V(Z_0) / grad_V
und
V(i) = δZ(i) / δT
sowie eine Dichte ρ, die der "Lamelle"-Mitte entspricht,
ρ(i) = ρ( (Z(i)+Z(i+1)) / 2 )
mit
ρ(z) = ρ(Z_0) +
grad_ρ × ( z - Z_0 )
bzw.
ρ(i) = ρ(Z_0) = const. für grad_ρ = 0
Für eine Schicht konstanter Geschwindigkeit V_0 mit
grad_ρ ≠ 0 ergeben sich "Lamellen"
konstanter Geschwindigkeit und Dicke
V(i) = V_0 = const
und
δZ(i) = V_0 × δT = const
sowie einer Dichte, die der "Lamelle"-Mitte entspricht
( s. .o. ).
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HOWTO
"Übertragungsfunktion" :
In einem ideal-elastischen, isotropen und homogenen
Medium gilt die elastische Wellengleichung, für die Verschiebung w,
für die eine sich in Z-Richtung ausbreitende ebene
harmonische Kompressionswelle eine spezielle Lösung darstellt :
w(z,t) =
D × exp{ jω × ( t - z / V ) }
+
U × exp{ jω × ( t + z / V ) }
- mit der Kreisfrequenz
- jω =
j × 2 × π × f,
( f = Frequenz,
j^2 = -1 )
- und den Amplituden
- D einer abwärts
( Down = pos. Z-Richtung ),
- U einer aufwärts
( Up = neg. Z-Richtung )
- laufenden Welle.
Die frequenzabhängigen Amplituden D und U können
aus den Grenzflächenbedingungen abgeleitet werden.
So müssen z.B. an der Grenzfläche z = Z_0 zwischen
den Medien 1 und 2 zwei Bedingungen für alle
Zeiten t erfüllt sein :
- die Stetigkeit der Verschiebung w(z,t)
- w_1(Z_0,t) = w_2(Z_0,t) ( die Grenzfäche ist
"verschweißt" )
- und die Stetigkeit der Normalspannung σ(z,t)
- σ_1(Z_0,t) = σ_2(Z_0,t) ( keine
"Quellen" in der Grenzfläche ),
- woraus sich mit der Abkürzung
- I_1,2 = ρ_1,2 × V_1,2 ( I =
akustische Impedanz = ρ×V )
- der Reflexionskoeffizient
- R = ( I_1 - I_2 ) / ( I_1 + I_2 )
|R| ≤ 1
- und der Transmissionskoefizient
- T = 2 × I_1 / ( I_1 + I_2 ) = 1 + R
- der Grenzfäche ergeben.
- Die Anwendung der Grenzflächenbedingungen auf die Untergrenze
Z(k) der Schicht ( oder "Lamelle" ) k
mit
- der Mächtigkeit H(k) = Z(k) - Z(k-1),
- der konstanten Geschwindigkeit V(k),
- der konstanten Dichte ρ(k), d.h.
- der akustischen Impedanz I(k) = ρ(k)×V(k)
- verknüpft
- die Amplituden D(k+1) und U(k+1) der Schicht k+1,
akustische Impedanz I(k+1), unterhalb der Grenzfläche
Z(k)
- mit
- den Amplituden D(k) und U(k) der Schicht k
oberhalb der Grenzfläche.
- Dieise Verknüpfung wird beschrieben durch eine
2×2-Matrix, die sog. Schichtmatrix m(k) :
- Die fortgesetzte Anwendung der Operation für
k = 0 ... K-2,
- d.h. für alle K-1 Grenzflächen zwischen den
K Schichten / "Lamellen"
( 0 ... K-1 )
- liefert die Verknüpfung
- des unteren Halbraums ( D(K-1), U(K-1) )
- mit
- dem oberen Hablraum ( D(0), U(0) ) :
über die 2×2-Matrix M
( = "Übertragungsfunktion" ),
die dem Produkt der Schichtmatrizen entspricht :
M = m(0) × m(1) × ... × m(K-2)
Beispiel :
- Für eine aus dem oberen Halbraum einfallene Welle der
Amplitude 1 gilt
- D(0) = 1
- und
- U(0) = Rpp
- ( Gesamtheit der nach oben laufenden Wellen inkl. aller
Multiplen )
- und für den unteren Halbraum
- D(K-1) = Tpp
- ( Gesamtheit der das Modell nach unten verlassenden Wellen inkl.
aller Multiplen )
- und
- U(K-1) = 0
- ( keine einfallenden Wellen aus dem unteren Halbraum ) :
Die Auflösung liefert
und
- mit
- Det(M) = I(0) / I(K-1)
- ( = det(m(0))×det(m(1))× ... ×det(m(K-2)),
mit det(m(k)) = I(k) / I(k+1) )
- und
- einem gemeinsamen Faktor 1 / M_22, der die Multiplen
beschreibt.
- Berechnet man Reflektivität Rpp(jω) und
Transmisivität Tpp(jω) des Modells
- für die Frequenzwerte n×D_FRQ =
n / (L-FFT×Δt),
n = 0 ... L-FFT/2,
- spiegelt den Realteil gerade, den Imaginärteil ungerade an der
Nyquistfrequenz 1/(2×Δt),
- so liefert die Rücktransformation in den Zeitbereich die
reellen Impulsseismogramme
- an der Modelloberfläche ( TOP ) und
- an der Modelluntergrenze ( BOT )
- für eine Quelle im oberen Halbraum ( UHS ).
Das Impulsseismogramm kann im Zeitbereich mit einem Quellsignal gefaltet
werden oder, wie in der Simulation, vor der Rücktransformation im
Frequenzbereich mit dem ( komplexen ) Spektrum des Signals
multipliziert werden.
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- HOWTO -
Dialogfenster :
( Screenshot )
- Im Dialogfenster des Applets können
- die Messkonfiguration
( SHT / GEO CONFIG ),
- die Parameter des oberen Halbraums und der 1. Schicht
( U.H.S / LAY_1 PARAM ),
- die Zeitskala und Transformationslänge der
Simulationsrechnung
( TIME SCALE + LEN FFT ),
- sowie Typ und Parameter des Quellsignals
( SOURCE SIGNAL )
- festgelegt werden.
- In dem orange hinterlegten Dialog am unteren Rand des Fensters wird
- die graphische Ausgabe des Modells ( DISP MODEL )
und der seismischen Spuren ( DISP TRACES )
- sowie
- die Auflistung der Modellparameter ( LIST MOD )
auf dem Bildschirm / auf der JAVA-Console
- gesteuert.
- Am oberen Rand des Dialogfensters wird
- mit INFO
- die Anzeige von Informationen zur aktuellen
Cursorposition,
- mit HELP
- die Anzeige von Hinweisen zu den möglichen
Mausinteraktionen
- in den Graphikfenstern eingeblendet, und
- mit RESET MOD
- das Modell zurückgesetzt auf die Startkonfiguration
( 1 Schicht zwischen UHS und LHS ).
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HOWTO
Messkonfigurationen :
( 3 Screenshots )
Die Screenshots zeigen die drei implementierten Messkonfigurationen
- 1 SHT + 2 GEO :
- ein Schusspunkt
- im oberen Halbraum ( UHS ),
- an der Modelloberfläche ( TOP ),
- an der Modelluntergrenze ( BOT )
- oder
- im unteren Halbraum ( LHS )
- und max. 2 Geophonen
- an der Modelloberfäche
- und/oder
- an der Modelluntergrenze.
- 1 SHT + 6 GEO :
- wie oben
- + zusätzlich ein gleichabständiger Array von
4 Bohlochgeophonen ( G_1 ... G_4 ).
- 6 SHT + 1 GEO :
- max. 6 Schusspunkte
- im oberen Halbraum oder an der Oberfläche des
Modells,
- und / oder
- an der Untergrenze des Modells oder im unteren
Halbraum,
- + zusätzlich ein gleichabständiger Array von vier
Schusspunkten im Bohrloch ( S_1 ... S_4 )
- und 1 Geophon
- an der Oberfäche des Modells oder an der
Untergrenze.
Position und Ausdehnung des Schuss- / Geophon-Arrays werden im Fenster
DISP MODEL mit der Maus justiert.
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HOWTO
Modellparameter :
( 3 Screenshots )
Für die elastischen Parameter des oberen Halbraums und der
1. Schicht können jeweils zwei "typische"
Wertepaare vorgewählt werden.
|
U.H.S :
|
FREE SURF
|
=> V =
|
333 [m/s]
|
ρ =
|
0.0013 [g/cm^3]
|
|
WATER
|
=> V =
|
1500 [m/s]
|
ρ =
|
1.0 [g/cm^3]
|
|
|
|
|
|
LAY_1 :
|
WATER
|
=> V =
|
1500 [m/s]
|
ρ =
|
1.0 [g/cm^3]
|
|
SEDIMENT
|
=> V =
|
2000 [m/s]
|
ρ =
|
2.0 [g/cm^3]
|
Bei beiden Schichten kann USER SEL angewählt werden, um die
Schichtparameter wie bei allen anderen Schichten des Modells im Fenster
DISP MODEL mit der Maus zujustieren.
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HOWTO
Zeitskala + FFT-Länge :
( Screenshot )
- Zur Anpassung der Zeitskala der Berechnung der Reflektivität,
des Quellsignal und der seismischen Spuren an die Modelldimensionen
kann
- der Stützwertabstand Δt zwischen 0.125 [ms]
und 50 [ms], bzw.
- die Abtastfrequenz zwischen 8 [kHz] und
20 [Hz]
- variiert werden.
- Zur Anpassung der Simulationsrechnung
- an die Gesamtzahl der Schichten ( inkl. "Lamellen"
in Gradientenschichten ),
- an die Länge des Quellsignals ( z.B. SWEEP ) und
- an das i.A. sehr geringe Abklingen der Amplituden von Multiplen
- ( keine Materialdämpfung, keine geometrische
Divergenz )
- kann der Parameter L-FFT ( = 2^n,
=> Spurlänge ) zwischen 256 [Smp] und
32768 [Smp] variiert werden.
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HOWTO
Quellsignal :
( Screenshot )
- Im Dialogfeld SOURCE SIGNAL kann der Typ des
Quellsignals ausgewählt werden :
- ein Spike ( δ-Impuls )
- oder
- eine von 9 Zeitfunktionen,
- deren charakteristische Frequenz F_SIG
( EXP*SIN, RICKER )
- bzw. charakteristische Frequenzen FRQ_1 und FRQ_2
( KUEPPERS, SWEEP )
- durch den Stützwertabstand Δt bestimmt sind.
- Diese Frequenzen können justiert werden,
- grob mit F_SCAL x 5 ... x 0.2 und
- fein mit F_TUNE INC / DEC
- ( z.B. Tuning des Signals bei einer dünnen Lamelle ).
Die Signalparameter F_SIG und ggf. ALPHA bzw. FREQ_1 und
FREQ_2
sowie die Signallänge L-SIG in [Smp] und [ms] / [sec]
werden angezeigt.
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HOWTO
Graphische Darstellung :
( Screenshot )
- Mit DISP MODEL wird die graphische Darstellung des Modells
und der Messkofiguration angewählt,
- in der die Geschwindigkeit V ( VEL ) und
- die Dichte ρ ( RHO )
- gegen die Tiefe Z aufgetragen ist.
( s. Fenster MODEL )
- Zusätzlich könnenn
- mit COF die Reflexioskoeffizienten,
- mit IMP die akustische Impedannz, und
- mit SIG die räumliche Darstellung des Quellsignals
- aufgetragen werden.
- LIST MOD
- listet die Modellparameter und,
- mit +COF, die Reflexionskoeffizienten
- auf dem Bildschirm / auf der JAVA-Console.
- Mit DISP TRACES wird die graphische Darstellung
- der seismischen Spuren,
- der Reflexionskoeffizienten ( COF ) und
- des Quellsignals ( SIG )
- angewählt.
( s. Fenster TRACES )
- RAW TRACES AS RECORDED ... modifiziert die Darstellung der
seismischen Spuren :
- RAW TRACES ...
- zeigt die Spuren wie an den Geophonen registriert,
- SUPPRESS DIRECT WAVE
- unterdrückt das direkt gelaufene Signal zur Erhöhung der
Amplitudenauflösung bei Reflexionen und Multiplen,
- ADD DIR WAV TRAVEL TIME
- verzögert jede Spur um die Laufzeit der direkten Welle, so dass
Reflexionen entgegengesetzter Ausbreitungsrichtung in der
Seismogrammsektion gleichzeitig erscheinen
(z.B. für einen Schuss an der Oberfläche / im oberen Halbraum
sind dies die Reflexionen aus dem Untergrund ),
- SUP DIR + ADD TRV TIME
- kombiniert SUPPRESS DIRECT WAVE
und ADD DIR WAV TRAVEL TIME zur Erhöhung der
Amplitudenauflösung.
- Bei SIG = SWEEP wird mit
- CORR
- die seismische Spur mit dem Quellsweep korreliert.
- INFO und HELP ( am oberen Rand des Appletdialogs )
- beziehen sich auf die beiden Graphikfenster :
- INFO zeigt Informationen zur aktuellen Cursorpostion,
- HELP gibt Hinweise zu aktuell möglichen
Mausinteraktionen.
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HOWTO
Fenster MODEL :
( Screenshot,
U.H.S, Z < 0 [m] : V = 333 [m/s] ρ = 0.0013 [g/cm^3]
LAY_1, Z = 0 ... 150 [m] : V = 1500 [m/s] ρ = 1.0 [g/cm^3]
L.H.S, Z >150 [m] : V = 2500 [m/s] ρ = 2.5 [g/cm^3]
Messkonfiguration : 1 SHT + 6 GEO,
Bohrlochgeophone : Z = 30, 60, 90 u. 120 [m]
Quellsignal : KUEPPERS_2, L-SIG = 60 [Smp] = 120 [ms] )
- Die Graphik zeigt, aufgetragen gegen die Tiefe Z,
- die Geschwindigkeit V ( VEL ),
- die Dichte ρ ( RHO ),
- und zusätzlich
- die akustischen Impedanz I
( IMP = ρ×V ),
- die Reflexionskoeffizienten
( COEFF, hier 2 : TOP und BOT )
- und
- eine Momentaufnahme der räumlichen Ausbreitung des
Quellsignals
- ( SIGNAL,
- Ausbreitung nach unten mit Laufzeit T = 0 [ms] =>
Signalanfang bei Z = 0 [m],
- Momentaufnahme : T ca. 61 [ms] => Signalanfang
bei Z ca. 92 [m] )
- Die Modelloberfäche ( TOP ) ist rot, weitere
Grenzflächen ( hier : nur BOT ) sind blau
markiert.
- Am linken Bildrand ist die Messkonfiguration
( hier : 1 SHT + 6 GEO )
dargestellt :
- Schusspunkte als Kreise,
- Geophone als Dreiecke
- ( aktive Schusspunkte / Geophone sind farbig
ausgefüllt ).
- Konfiguration des Modells :
- Das oben dargestellte Modell entspricht dem Anfangszustand des
Applets ( auch nach RESET MOD ),
- die Anzahl der Schichten
( ≥ 3, max. 32 ),
- die Abmessungen
- und
- die elastischen Parameter
- können mit der Maus verändert und justiert werden.
- !!! Hinweise zu den mögliche Mausaktivitäten mit
HELP !!!,
- !!! Informationen zur aktuellen Cursorposition
( HAND_CURSOR ) mit INFO !!!
- Elastische Parameter :
- Mit der linken Maustaste
( Cursor-Symbol = LEFT_RIGHT_MOVE )
können im Innern einer Schicht
- beide Geschwindigkeiten ( V_TOP + V_BOT ) oder
- beide Dichten ( R_TOP + R_BOT )
- dieser Schicht gemeinsam justiert werden,
- in der Nähe einer Schichtgrenze kann
- an der oberen Grenze einer Schicht V_TOP oder R_TOP,
- an der unteren Grenze V_BOT oder R_BOT
- justiert werden,
- um so
- einen Geschwindigkeitsgradienten
( V_TOP ≠ V_BOT ) und / oder
- einen Dichtegradienten
( R_TOP ≠ R_BOT )
- zu erzeugen
( gilt
nicht für UHS und LHS ).
- Mit der rechten Maustaste kann in der Nähe einer
Schichtgrenze
( Cursor = LEFT_RIGHT_MOVE )
- die Geschwindigkeit / Dichte in der Nachbarschicht
auf den jeweiligen Wert in der aktuellen Schicht
- gesetzt werden.
- Modellgeometrie :
- Mit der rechten Maustaste kann in jeder Schicht
( außer UHS, Cursor = CROSSHAIR )
- eine neue Schichtgrenze eingefügt werden.
- In den beiden Schichten oberhalb und unterhalb der neuen
Grenze sind Geschwindigkeit und Dichte konstant und durch die
ursprüngliche Schicht bestimmt :
- oberhalb V_LAY = V_TOP und
R_LAY = R_TOP,
- unterhalb V_LAY = V_BOT und
R_LAY = R_BOT
- ( als graue Linien in der Graphik ).
- Bei festgehaltener Maustaste
( => Cursor = UP_DOWN_MOVE ) kann
- die Tiefe der neuen Grenze justiert werden,
- oder
- die neue Grenze durch Verschieben auf die darüber / darunter
liegende Grenze wieder gelöscht werden ohne
Veränderung des ursprünglichen Modells.
- Jede blau markierte Schichtgrenze
( d.h. nicht TOP ) kann
vertikal verschoben werden
( Cursor = UP_DOWN_MOVE ) :
- mit der linken Maustaste
- kann die Untergrenze einer Schicht
auf ihre Obergrenze verschoben werden
( oder umgekehrt ),
- um die entspechende Schicht zu enfernen,
- und
- mit der rechten Taste
- wird der gesamte untere Teil des Modells verschoben
- ohne Änderung von Schichtmächtigkeiten oder elast. Parametern
- ( Löschen der darüber liegenden Schicht wie oben ).
- !!! Löschen einer Schicht : nur bei mehr als einer Schicht
zwischen UHS und LHS !!!
- Zoom :
- In der Tiefenskala am rechten Bildrand kann
- mit der linken Maustaste ein vertikales Zoomfenster gesetzt,
- mit der rechten Taste zurückgesetzt
- werden.
- Messkonfiguration :
- Der Geophon- / Schuss-Array kann am oberen oder
unteren Ende
- mit der linken Maustaste verlängert /
verkürzt,
- mit der rechten Taste oder in der Mitte als Ganzes
verschoben
- werden ( Cursor = UP_DOWN_MOVE ).
- Signal :
- Im Panel SIGNAL kann der Signalanfang
( orange markiert )
- mit der linken Maustaste
( Cursor = UP_DOWN_MOVE ) verschoben,
- mit der rechten Taste ( Cursor = CROSSHAIR )
auf die entsprechende Tiefe gesetzt
- werden.
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HOWTO
Fenster TRACES :
( 3 Screenshots,
Modell und Messkonfig. wie Fenster MODEL,
Quellsignal Kueppers_2, pos. Ampl. = Kompression
seism. Spuren : pos. Ampl. = Bodenbeweg. n. oben,
auch im Wasser )
RAW TRACES AS RECORDED :
SUPPRESS DIRECT WAVE :
SUP DIR + ADD TRV TIME :
- An der Zeitachse der Sektion sind
- die Modelloberfläche ( TOP ) rot,
- die Modelluntergrenze ( BOT ) blau, und
- die Positionen der Bohrlochgeophone ( G_1 ... G_4 )
cyan
- markiert.
- Die Zeitskala am linken Bildrand
- umfaßt den Zeitbereich
- L-TRC/4 ... + L-TRC,
- ( hier : -2048 [ms] ... +8192 [ms],
L-FFT = 4096, Δt = 2 [ms] ),
- der in der Sektion abgebildete Zeitbereich ist orange markiert.
- Der Zoombereich ( orange ) kann mit der Maus
verschoben und / oder vergrößert / verkleinert
werden,
- im Bereich der Achsenbeschriftung der Sektion kann ein Zoomfenster
- mit der linken Maustaste gesetzt,
- mit der rechten Maustaste zurückgesetzt
- werden.
- Mit dem Mauszeiger in einer der Überschriften SIG,
GEO=TOP, GEO=G_1 ...
- ( Mauszeiger = HANDCURSOR )
- kann in einem separaten Fenster das Spektrum des Signals / der
seism. Spur ( Ampl. und Phase ) dargestellt werden.
- ( Bei 6 SHT + 1 GEO : für
SHT=TOP, SHT=S_1 ... )
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HOWTO
- Download -
Die für eine lokale Installation des Applets benötigten Class- und
Html-Files sind verfügbar als
zip file und als
tar.gz file.
Weitere Applets :
Homepage des Authors
Rev. 10-Sep-2006
Kommentare bitte an
Fritz Keller
( ned gschempfd isch globd gnueg )
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HOWTO
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Applet Liste ( Inst. f. Geophysik der
TU Clausthal )