Institut für Geophysik der TU Clausthal
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Angewandte Geophysik : Seismik
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Ein Langperiodisches Vertikalseismometer
Applet
( in separatem Fenster, ca. 820 x 610 Pixel )
- Das Applet simuliert
- ein astatisches Vertikalseismometer / Gravimeter mit
Lacoste-Aufhängung
- ( Null-Längen-Feder auf der Hypotenuse eines rechtwinkligen
Dreiecks ).
- Dimensionen und technische Specifikationen entsprechen
- einem Sprengnether S-5100-V Seismometer.
- ( Sprengnether Instruments Inc., St. Louis, Mo. USA )
- Der Anfangszustand des Applets entspricht
- einem am Aufstellungsort aus vorjustierten Bauteilen montierten
Instrument, das vor der Inbetriebnahme justiert werden muß.
- Inhaltsverzeichnis -
- Seismometer
- Screenshot
- Spezifikationen
- Erläuterungen
- Koordinatensystem
- LaCoste - Geometrie
- "Null-Längen" Feder
- Bewegungsgleichung
- Zusätzliche Parameter
- Simulation
- HowTo
- Ablaufsteuerung
- Mechanische Justierung
- Elektrische Justierung
- Positionsanzeige
- Periodenmessung
- Justierprozeduren
- Inbetriebnahme
- Periodeneinstellung
- Periodenstabilität
- Download
- Seismometer -
Screenshot :
Das mechaniache System ist als vereinfachter Vertikalschnitt
( Maßstab ca. 1 [Pixel/mm] ) dargestellt :
- Ein Pendelarm
- mit der seismischen Masse ( blau )
- ist in einer horizontalen Achse ( H, rot )
- drehbar gelagert.
- Eine negativ vorgespannte Schraubenfeder ( magenta ) ist
- am Pendelarm ( B ) mit einem Spanndraht fester
Länge und
- am Gestell des Instrumentes ( A ) mit einem
Draht justierbarer Länge
- befestigt.
- Die Postion des Angriffspunkts A der Feder am Gestell ist
vorjustiert,
- kann aber bei Bedarf oder zu Versuchszwecken in Längsrichrung
der Feder vershoben werden.
- Die Längsneigung des Instrumentes kann
- an einer Fußschraube ( orange, rechts unten )
eingestellt und
- mit einer Libelle ( orange ) kontrolliert werden.
- Die Auslenkung des Pendelarms, durch zwei Anschläge
auf ca. ±11 [mm] begrenzt,
- kann auf einer vergrößert dargestellten Skala
als blaue Marke beobachtet werden, und
- wird als Zahlenwert am oberen Bildrand angezeigt.
- Die elektromechanischen Bauteile sind symbolisch dargestellt,
- die Dämpfungsspule mit einstellbarem externem
Dämpfungswiderstand ( orange ) und
- die Eichspule mit justierbarem Eichstrom
( grün )
- als elektrische Ersatzschaltbilder.
- Die Ausgangssignale für
- Auslengung ( DSP OUT, blau ) und
- Geschwindigkeit ( VEL OUT, magenta )
- können auf einem "Analog"-Schreiber mit
wählbarer Amplitudenskalierung und Zeitachse dargestellt werden.
- Die Steueung des Programmablaufs und des
"Ananlog"-Schreibers erfolt in einem Dialogfeld
am obren Rand des Applets.
Spezifikationen
( nach ASSEMBLY AND OPERATING INSTRUCTIONS, Sprengnether Instruments, Inc. )
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Seismometermasse
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10.92
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[Kg]
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Federkonstante
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1030
|
[N/m]
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Entfernung von der Drehachse :
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Schwingungsmittelpunkt
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35.8
|
[cm]
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Schwerpunkt
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32.2
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[cm]
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Achse der Signalspulen
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35.7
|
[cm]
|
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Achse der Eichspule
|
24.2
|
[cm]
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Angriffpunkt der Feder
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18.7
|
[cm]
|
|
Skala
|
43.2
|
[cm]
|
| |
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2 Signal- / Dämpfungsspulen :
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| |
|
Spulenkonstante
|
89.0
|
[Vs/m]
|
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Spulenwiderstand
|
500
|
[Ohm]
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Eichspule :
|
| |
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Spulenkonstante
|
5.0
|
[N/A]
|
|
Spulenwiderstand
|
68
|
[Ohm]
|
Screenshot
Inhaltsverzeichnis
Anfang
- Erläuterungen -
Koordinatensystem
- X = Richtung der Drehachse, "horizontal"
- Y = Längskoordinate, "horizontal",
von der Drehachse zum Nullpunkt der Skala
( im Applet pos. nach links )
- Z = Messrichtung, "vertikal",
pos. nach oben
- "vertikal" = Z-Achse, ggf. geneigt gegen
die lokale Richtung der Schwerebeschleunigung
- "horizontal" = XY-Ebene
- mechanisches System symmetrisch zur YZ-Ebene
LaCoste - Geometrie
- Mit
- erhält man für Betrag und Vektor der Federkraft im Angriffspunkt
B am Pendelarm
- mit einer "effektiven Federkonstanten"
&kappaeff bezogen
auf die Gesamtlänge L der Feder, die i.A. eine Funktion
von L ist.
"Null-Längen" Feder
- Für das auf den Pendelarm wirkende Drehmoment der
Federkraft ergibt sich damit
- "Null-Längen" Feder
LaCoste - Geometrie
Koordinatensystem
Screenshot
Inhaltsverzeichnis
Anfang
Bewegungsgleichung
- Die Bilanz aller am Pendelarm angreifenden Drehmomente
führt zu der Differentialgleichung 2. Ordnung
- mit den Variablen
- den konstanten Instrumentenparametern
- den justierbaren Größen
- und der externen Störgröße
- die einen Beitrag zum Drehmoment der Schwerebeschleunigung liefert
und
- bei der Justierung des Instruments an einem sehr ruhigen
Aufstellungsort vernachlässigt werden kann.
- Setzt man die Näherungen für kleine Auslenkungen
- des Drehmoments der Federkraft
- und
- des Drehmoments der Schwerebeschleunigung
- in die Bewegungsgleichung ( s.o. ) ein und
dividiert durch das Trägheitsmoment,
so erhält man die normierte Bewegungsgleichung
- mit den üblichen Abkürzungen
Zusätzliche Parameter
- Einige der benötigten Parameter,
- die Zusatzmasse mW und ihr
Abstand sW von der Drehachse,
- die Torsionskonstante τ und der
Vorspannwinkel ϕ0 der Drehachse und
- die Grunddämpfung δ0 des
Instruments,
- sind unter den Spezifikationen des Herstellers nicht aufgelistet und
müssen daher abgeschätzt / willkürlich
festgesetzt werden :
- Im Applet sind
- die Zusatzmasse mit mW = 300 [g] und
ihr Abstand mit sW =
95 ± 80 [mm]
- etwas gößer gewählt als im Original.
- Die weiteren Parameter sind aus dem statischen Gleichgewicht
- bestimmt mit der Justerung
- Daraus ergeben sich für die Eigenfrequenz und die statische
Auslenkung des Pendelarms
- In der Simulationsrechnung ist
- für die Eigenperiode der Wert T0 =
100 [s], für den Vorspannwinkel
ϕ0 ca. 0.2 [deg]
- willkürlich festgesetzt, und
- die dimensionslose Grunddämpfung. ist mit
α0( T0 ) = 0.05
- ist extrem klein gewählt, um auch bei Eigenperioden oberhalb
100 [s] eine Beobachtung mehrerer freier Schwingungen zu
ermöglichen.
- ( realistisch : max. 2 bis 3 Schwingungen oberhalb
100 [s] )
- Damit ergibt sich für
T0 = 100 [s] :
Simulation
- Die aktuelle Auslenkung ϕ des Pendelarms wird
rekursiv in konstanten Zeitschritten von 80 [ms] mit
- einer aus der Bewegungsgleichung abgeleiteten
Differenzengleichung
- und
- aus den Zahlenwerten der mechanischen und elektrischen
Spezifikationen und der zusätzlichen Parametern
abgeleiteten Koeffizienten
- berechnet und graphisch dargestellt.
- ! Da die "effektive Federkonstante"
κeff für
L0 ≠ 0 eine Funktion der aktuellen
Position ϕ ist,
- werden auch die von κeff abhängenden
Koeffizienten der Gleichung in jedem Zeitschritt
neu berechnet !
- Die Ausgangssignale
- für Auslenkung ( Displacement, DSP OUT ) und
Geschwindigkeit ( Velocityi, VEL OUT )
- sind so skaliert,
- dass sie der an der Skala zu beobachteten Bewegung entsprechen
( Abstand zur Drehachse ca. 400 [mm] ).
Zusätzliche Parameter
Bewegungsgleichung
Koordinatensystem
Screenshot
Inhaltsverzeichnis
Anfang
- HowTo -
Ablaufsteuerung
Dialogfeld :
( Screenshot )
- Mit HALT / RUN / RES kann
- die kontinuierliche Berechnung ( und graph. Darstellung )
des aktuellen Zustandes des Systems unterbrochen / fortgesetzt werden,
- und
- das mechanische System auf den Anfangszustand ( nach dem
Zusammenbau ) zurückgesetzt werden.
- STEP
- löst die Brechnung eines Einzelschrittes
( 80 [ms] ) aus.
- Mit POS / NEG wird
- die Polarität des Eichstromes ( Gleichstrom )
angwählt, der das Pendel nach oben / unten aus der aktuellen
Ruhelage auslenkt.
- Mit ON / OFF wird
- der Eichstrom ein- / ausgeschaltet.
- T_REAL = ... steuert das Echtzeitverhalten :
- T_CAL stellt das Ergebnis der Berechnung eines Zeitschrittes
( 80 [ms] ) in Echtzeit dar,
- T x 2, T x 4 verlangsamt,
- T / 2, T / 4, T / 10 beschleunigt den Ablauf um Faktoren 2, 4, 10,
- und
- AUTO wählt selbständig die höchste, mit der
Graphik- / Rechenleistung des lokalen Computers verträgliche
Geschwindigkeit.
- Mit DISPLAY / RECORDER wird der Darstellungsmodus für die
Ausgangssignale gewählt :
- DISPLAY simuliert ein Analogvoltmeter,
- RECORDERsimuliert einen Analogschreiber,
- jeweils geeicht in [mm] und [mm/s] bezogen auf die Skala, und der
gewählten Empfindlichkeit für Vollausschlag
( F.S. ) von Auslenkung ( DISPLACEMENT )
und Geschwindigkeit ( VELOCITY ) entsprechend.
- 40 [sec] ... 800 [sec]
- bestimmt die zeitliche Länge ( => zeitl.
Auflösung ) der Aufzeichnung auf dem Analogschreiber
( RECORDER ).
- Mit HELP werden
- Hinweise zu aktuell möglichen Mausaktivitäten
eingeblendet,
- mit INFO
- einige interne Parameterwerte, die bei einem realen Instrument
nicht zugänglich sind, und deren Kenntnis die Justierung sehr
vereinfacht.
- Eingeblendete Parameter :
- Effektive Federlänge,
- "Horizontalkomponente" der Schwerebescleunigung und
- "Horizontalabstand" des oberen Befestigungspunktes der Feder von
der Drehachse.
- ( "horizontal" = Verbindungsline zwischen Drehachse und
Nullpunkt der Skala,
- hier = parallel zur Grundplatte des Gerätes )
- Mit HELP + INFO
- werden die aktuellen "Zählerstände" der
Justierfelder |+++| ... und
- Schätzwerte für die Ruhelage S_SCL, die
Eigenperiode T_PER und die Dämpfung α zu den
aktuell eigestellten Parametern
- auf dem Bildschirm / der JAVA-Console gelistet.
Mechanische Justierung
Felder | + + + | + + | + | - | - - | - - - | :
- Die linke Maustaste inkrementiert / dekrementiert
- um 1 ( | + | - | ),
- um 100 ( | + + | - - | ),
- um 10000 ( | + + + | - - - | )
- und die mittlere oder rechte Taste
- um 10 ( | + | - | ),
- um 1000 ( | + + | - - | ),
- um 100000 ( | + + + | - - - | ).
- Der Wert 1000 entspricht
- ca. 0.1 [mm] bei der Verschiebung der
Zusatzmasse,
- ca. 1.0 [mm] bei der Horizontierng,
- ca. 1.4 [mm] bei der Verschiebung des oberen
Aufhängepunktes und
-
bei der Längenänderung der Feder.
- Die Fußschraube ( Horizontierung, rechts unten,
orange )
- neigt das Instrument um eine Achse parallel zur Drehachse und
ändert so die "Horizontalkomponente" der
Schwerebeschleunigung.
- ( Die Neigung wird in der graphischen Darstellung nicht wiedergegeben,
kann aber an der Libelle beobachtet / abgelesen werden. )
- Der obere Aufhängepunkt der Feder ( oben rechts,
rot und orange )
- ist "vorjustiert" vom Hersteller, und sollte
während der Inbetriebnahme und Standardjustierung
unverändert bleiben.
- ( Eine evtl. erforderliche Nachjustierung zur Einstellung einer extrem
großen Eigenperiode muß sehr sorgfältig erfolgen, um
eine mögliche Instabilität des Instruments zu vermeiden. )
- Die Einstellung der Federlänge ( oben rechts,
magenta ) verkürzt / verlängert den oberen
Aufhängedraht :
- Bei der Inbetriebnahme wird
- das Pendel angehoben / abgesenkt bis es zwischen seinen
Anschlägen ( ±11 [mm] an der Skala ) frei
schwingt,
- bei Justierung der Periodenstabilität werden
- Positionsänderungen durch die Verschiebung der Zusatzmasse ( s.
unten ) kompensiert, und
- es wird eine Einstellung gesucht, bei der die Feder
( + Aufhängung ) die Eigenschaften einer sog.
Null-Längen-Feder hat.
- Null-Längen-Feder :
- Kraft F prop. Gesamtlänge L der Feder, d.h.
F = 0 für L = 0.
- Technische Realisierung :
- Unterer Aufhängedraht fester Länge + negativ
vorgespannte Feder ( = negative Länge )
+ oberer Aufhängedraht justierbarer Länge
=> effektive Federlänge + Vorspannlänge = 0.
- Zusatzmasse ( auf dem Pendelarm
verschiebbar, orange )
- ermöglicht die Justierung der Ruhelage des Pendels
durch eine Verschiebung des effektiven Schwerpunktes.
Elektrische Justierung
- R_EXT ( externer Dämpfungswiderstand, orange )
und
- I_CAL ( Eichstrom, grün ) :
- Die linke Maustaste inkrementiert ( + ) und
dekrementiert ( - ) die Ziffer in der entsprechenden
Spalte,
- die mittlere oder rechte Taste setzt den
entsprechenden Parameterwert auf max / min
- ( R_EXT -> 9999.999 / 0000.000 [kOhm], I_CAL -> 9.9999 /
0.0000 [mA] ).
Postionsanzeige
- Die aktuelle Postion des Pendels kann
- auf einer vergrößerten Skala ( links&nbs;) an einer
blauen Marke beobachtet werden, die sich zwischen den beiden
Anschlägen bei ±11 [mm] bewegt,
- und
- als Zahlenwert oberhalb des Instrumentes ( S_SCL [mm],
blau ) abgelesen werden.
- Wenn das Pendel seine aktuelle Ruhelage eingenommen hat
- ( ggf. zu beobachten am Geschwindigkeitsausgang bei hoher
Empfindlichkeit, F.S. < 100 [µm/s] ),
- kann diese Position als aktuelle Null-Lage ( rote Marke )
mit der linken Maustaste markiert werden
- ( die mittlere oder rechte Taste löscht die
rote Marke ).
- Der Zahlenwert der Null-Lage kann oberhalb des Instruments
( S_REF [mm], rot ) abgelesen werden.
- Auslenkungen des Pendels aus der aktuellen Null-Lage,
z.B. durch das Einschalten eines Eichstromes,
- sind ebenfalls oberhalb des Instrumentes ( S_AMP [mm],
grün ) abzulesen.
Periodenmessung
- Die Bestimmung der Eigenperiode wird durch das setzen der Null-Lagenmarke
gestartet :
- Die Justierung der Pendelposition und das Anheben /
Absenken des Pendels durch einen Eichstrom
- sollten bei relativ großer Dämpfung erfolgen
- ( R_EXT = 0.5 ... 10 [kOhm], abhängig von der
aktuellen Eigenperiode ).
- Nach dem Abschalten des Eichstromes bei R_EXT
≥ 1 [MOhm]
- sollte das Pendel schwach gedämpfte Schwingungen um die
aktuelle Ruhelage ausführen.
- Die Zeitdifferenz zweier aufeinander folgenden
Nulldurchgänge in gleicher Richtung
( Passieren der roten Null-Marke )
- wird oberhalb des Instrumentes ( T_PER [sec], rot )
angezeigt.
- Dieser Wert stellt die Periode des schwach gedämpften
Pendels dar.
- Um die Berechnung der aktuellen Dämpfung und damit der Eigenperiode
des ungedämpften Systems zu erleichtern, werden die Periodenwerte
und die Pendelgeschwindigkeiten bei den Nulldurchgängen
( => Extrema der Geschwindigkeit ) auf dem Bildschirm /
der Java Console gelistet ( HELP = aus ).
- Zur Vereinfachung der Parameterjustierung können
- ungefähre Schätzwerte für Eigenperiode
T_PER, Dämpfung α und Ruhelage
ϕ
- aus den Koeffizienten der Bewegungsgleichung berechnet und auf dem
Bildschirm / der JAVA-Console gelistet werden.
Screenshot :
( Justierung wie Screenshot Applet )
Positionsanzeige
Elektrische Justierung
Mechanische Justierung
Ablaufsteuerung
Erläuterungen
Screenshot
Inhaltsverzeichnis
Anfang
- Justierprozeduren -
( nach ASSEMBLY AND OPERATING INSTRUCTIONS, Sprengnether Instruments,
Inc. )
- Das Ziel der Justierung ist ein Instrument mit
- einer stabilen Eigenperiode ≥ 20 [sec],
- die max. ± 3 % im gesamten Arbeitsbereich zwischen
den Endanschlägen variert.
Inbetriebnahme
- 1. Justierung der Federlänge
- ( oberer Aufhängedraht,
| + + | + | - | - - |,
magenta, ! nicht oberer Befestigungspunkt ! )
- bis das Pendel zwischen den Begrenzungsanschlägen frei
schwingt.
- 2. Verschieben der Zusatzmasse
- zur Feinjustierung der Ruhelage des Pendels.
- Wenn die Ruhelage instabil ist, d.h. wenn sich das Pendel zu einer
der Begrenzungen bewegt,
- muß das Instrument zur Skala hin geneigt werden
durch Anheben der Drehachse mit der
Horizontierungsschraube,
- und
- die Schritte 1 and 2 müssen wiederholt werden.
Periodeneinstellung
- Die Eigenperiode wird durch die Neigung des Instrumentes
geändert :
- Anheben der Drehachse
- vergrößert die "Hoizontalkomponente"
der Schwerebeschleunigung ( Drehachse -> Skala ) und
verringert so die Eigenperiode,
- Absenken der Drehachse
- verringert die "Horizontalkomponente" der Schwerebeschleunigung
und vergrößert die Eigenperiode.
Periodenstability
- 1. Verschiebung der Zusatzmasse in Richtung Skala bis
- das Pendel um eine Ruhelage bei S_REF ca.
-6 ... -8 [mm] schwingt, und
- Messung der Eigenperiode ( "Unten" ).
- 2. Verschiebung der Zusatzmasse in Richtung Drehachse
bis
- das Pendel um eine Ruhelage bei S_REF ca. 0 [mm]
schwingt, und
- Messung der Eigenperiode ( "Mitte" ).
- 3. Verschiebung der Zusatzmasse in Richtung Drehachse
bis
- das Pendel um eine Ruhelage bei S_REF ca.
+6 ... +8 [mm] schwingt, und
- Messung der Eigenperiode ( "Oben" ).
- Wenn die Messwerte um mehr als ±3 % von einander
abweichen, und insbesondere,
- wenn die Werte "Unten" und "Oben" sich rel. stark
unterscheiden oder nicht kleiner sind als der Wert "Mitte",
- weicht die Federkennlinie zu stark von der einer
Null-Längen-Feder ab,
- und
- die Federlänge muß nachjustiert werden.
- Eigenperiode "Oben" größer
( effektive Federlänge =
"negativ" ) =>
- Vergrößerung der Federlänge
( | + + | + |, magenta )
- und
- Kompensation durch Verschiebung der Zusatzmasse in Richtung
Drehachse bis das Pendel wieder frei schwingt.
- Eigenperiode "Unten" größer
( effektive Federlänge =
"positiv" ) =>
- Verringerung der Federlänge
( | - - | + |, magenta )
- und
- Kompensation durch Verschiebung der Zusatzmasse in Richtung
Skala bis das Pendel wieder frei schwingt.
- Wiederholung der Schritte 1. bis 3.
Inbetriebnahme
Periodeneinstellung
HowTo
Erläuterungen
Screenshot
Inhaltsverzeichnis
Anfang
Bemerkung
Dies ist eine Simulation ( einigrmaßen realistisch, wie ich
hoffe ),
aber ohne störende Bodenunruhe, und
z.B. die Justierung der Periodenstabilität beinhaltet bei
einem realen Instrument einige Schritte, die hier nicht
implementiert sind :
- Abnehmen des Instrumentengehäuses.
- Arretieren des Pendels zur Vermeidung harter Stöße gegen die
Begrenzungsanschläge.
- Lösen der Einspannung des oberen Aufhängedrahtes.
- Änderung der Federlänge.
- Sorgfältige Einspannung des oberen Aufhängedrahtes, um
Änderungen der effektiven Federlänge zu vermeiden, die beim
Biegen des Drahtes nach oben / unten im Verlauf einer Pendelschwingung
auftreten können.
- Entarretieren des Pendels und Abbremsen der Bewegung zu einem der
Anschläge.
- Wiederaufsetzen des Gehäuses ( möglichst ohne die sehr
schwach gedämpften Eigenschwingungen der Schraubenfeder
anzuregen ).
( Die Horizontiierungsschrauben befinden sich an der Grundplatte
außerhalb des Gehäuses, und die Zusatzmasse wird durch eine Spindel
mit Elektomotor verschoben.
Elektrische Justierungen und die Beobachtung / Aufzeichnung der Ausgangssignale
sollten zur Vermeidung störender Bodenunruhe in gebühredem Abstand
vom Aufstellungsort des Instrumentes erfolgen. )
- Download -
Die für eine lokale Installation der Applets
LP - Vertikalseismometer und
LP - Horizontalseismometer benötigten Class- und
Html-Files sind verfügbar als
zip file und als
tar.gz file.
Homepage des Authors
Rev. 07-Nov-2007
Kommentare bitte an
Fritz Keller
( ned gschempfd isch globd gnueg )
Justierprozeduren
HowTo
Erläuterungen
Screenshot
Inhaltsverzeichnis
Anfang
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Applet Liste ( Inst. f. Geophysik der
TU Clausthal )