Institut für Geophysik der TU Clausthal
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Angewandte Geophysik : Seismik
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Das Huygenssche Prinzip
Applet
( in separatem Fenster,
ca. 390 x 275 Pixel )
Das Applet simuliert eine vereinfachte Demonstration des
Huygensschen Prinzips :
- In einem separaten Fenster werden
- ein Vertikalschnitt durch ein 2-dimensionales Untergrundmodell mit
1 Grenzfläche,
- eine Auslage von 24 gleichabständigen
Geophonen an Erdoberfläche
- und
- die entsprechenden seismischen Spuren
- graphisch dargestellt.
- Zwei Messanordnungen sind implementiert :
- 1 Schusspunkt an ( nahezu ) beliebiger Position
oberhalb der Grenzfläche ( SHOT RECORD ),
- und
- 24 Schuss- / Empfägerpaare an identischen
Oberflächenpositionen ( ZERO OFFSET ).
Inhalt
- Erläuterungen
- HOWTO
- Beispiele
- Download
Erläuterungen
Die Grenzfläche besteht aus max. 281 diskreten Punkten
( = parallele Geraden im 2-d Modell ), die beim Auftreffen der
direkten Welle Elementarwellen abstrahlen.
Jede seismische Spur wird berechnet als Überlagerung aller
Elementarwellen, die am entsprechenden Empfänger eitreffen.
Die Stützwerte einer Spur werden in konstanten Zeitschritten
( Stützwertabstand Δt ) berechnet, die durch den
min. Punktabstand ( aus ALL PNTS = 281 Punkte ) entlang
der Grenzfläche und der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen
bestimmt sind.
Um die Herausbildung des Endergebnisses für ALL PNTS zu beobachten,
kann in beiden Messanordnungen die jeweilige seismische Sektion für
eine Untermenge
( 71 PNTS ... 1 POINT ) von
Interfacepunkten berechnet werden.
- Für Kompressionswellen können
- die Vertikalkomponente ( VER (P-WAVE) )
- oder
- die horizontale Inlinekomponente
( HOR (P-WAVE) )
- der Bodenverschiebung dargestellt werden,
- für horizontal ( senkrecht zum Modellschnitt ) polarisierte
Scherwellen
- die transversale Horizontalkomponente.
- ( ! Beide Wellentypen gelten jeweils für direkte
Welle und Elementarwellen, d.h. keine Konversion an der
Grenzfläche ! )
- In der seismischen Sektion gilt für die Amplitudenskalierung der
direkten Welle ( rel. willkürlich ) :
- max. Amp ( DIR ) aller Spuren = max.
Amp ( RFL ) aller Spuren.
- ! Die Simulation beschränkt sich auf Primärwellen,
- d.h. nur die direkte Welle kann Elementarwellen anregen !
- ! Kein Geschwindigkeitskontrast an der Grenzfläche,
- d.h. Impedanzkontrast = Dichtekontrast, => keine Brechung !
- ! Randbedingungen an der freien Oberfläche und an der
Grenzfläche werden vernachlässigt,
- d.h. "Reflexionskoeffizient" +1 an der Grenzfläche.
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HOWTO
zu den Beispielen
HOWTO
Dialogfenster
( Screenshot )
- SHOW / HIDE
- SHOW startet das Applet und die graph. Darstellung von
Modell + seism. Sektion,
- HIDE schließt das Graphikfenster ( und gibt die
Resourcen frei ).
- INFO
- gibt Informationen zur aktuellen Cursorpostion aus :
- X [m] / Z [m] ( im Modellfenster ) und
X [m] / T [ms]
( in der seim. Sektion ).
- HELP
- gibt Hinweise zu den aktuell möglichen
Mausaktivitäten :
- im Modellfenster
- horizontaler Ausschnitt der Graphik,
- Justierung von Position und Geometrie der
Grenzfläche und der Empfänerauslage,
- Justierung der Schussposition
- und
- der "Wellenlänge" des Quellsignals.
- in der seimischen Sektion
- vertikaler ( =TWT ) Ausschnitt der Graphik,
- Justierung der Länge des AGC-Fensters.
Im Dialogfeld INTERFACE werden Geometrie und Skalierung des Modells
festgelegt :
- 1 - COS / TRIANGLE / PARABOLA / RAMP
- bestimmt generelle Form der Grenzfläche,
- die durch Verschiebung charakteristischer Punkte mit der Maus
verändert werden kann.
- ALL PNTS / 71 PNTS ... 1 POINT
- legt die Anzahl der diskreten Punkte fest, durch die das
Interface beschrieben wird ( ALL PNTS = max = 281 Punkte ).
- SCAL x 0.1 ... SCAL x 10.
- bestimmt einen Skalierungsfaktor für das Modell und
die Geophonauslage
- ( und für die "Wellenlänge" des
Quellsignals ),
- wodurch die horizontale Ausdehnung des Modells zwischen ca.
60 [m] und ca. 6 [km] variert werden kann.
VELOCITY n.nn [km/s] :
- DEC, INC and BY 1.00 .. BY 0.01
- inkrementiert / dekrementiert die für die Berechnung benutzte
Ausbreitungsgeschwindigkeit in Schritten von
1.00 ... 0.01 [km/s].
SIGNAL :
- KUEPPERS_2 / KUEPPERS_4 / ZERO PHASE
- legt die Signalform des Quellsignals fest
- ( Kuepperswavelet der Ordnung 2 / 4 oder Autokorrelation eines
Sweepsignals ).
- SHOW SOURCE SIGNAL
- zeigt die graph. Darstellung des Quellsignals im Modellfenster,
- skaliert der gewählten Ausbreitungsgeschwindigkeit entsprechend
- ( die "Wellenlänge" kann mit der Maus justiert
werden ).
TRACES :
- VER (P-WAVE) / HOR (P-WAVE) /
S-H (S-WAVE)
- legt die in der seism. Sektion dargestellte Komponente der
Bodenbewegung fest.
- NO GEOM. SPREAD. / CYL. SPREADING /
SPHER. SPREADING
- bestimmt die Amplitudenabnahme bei der Signalausbreitung :
- keine,
1 / SQRT(R) oder 1 / R.
SECTION :
- SHOT RECORD / ZERO OFFSET
- legt den Typ ( Aufnahmekonfiguration ) der
seism. Sektion fest.
- DISP WAVE FRONTS
- stellt Momentaufnahmen der Wellenfronten der direkten
Welle und der Elementarwellen während der schrittweisen
Simulationsrechnumg graphisch dar.
- ( ! Nur bei SHOT RECORD und bei einem
Maßstab der Modelldarstellung von
SCALE VER : HOR = 1.0 : 1,
- muß ggf. durch Änderung des Seitenverhältnisses am
Graphikfenster justiert werden ! ).
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HOWTO
zu den Beispielen
Das Dialogfeld TRACE DISPLAY bezieht auf die Parameter der graph.
Darstellung der seismischen Sektion :
- AMPLITUDE SCALING
- TRUE AMPLITUDE :
- konstante Amplitudenskalierung aller Spuren, bestimmt durch die
Maximalamplitude aller Spuren,
- AMAX PER WIND. :
- wie oben, aber bestimmt durch die Maximalamplitude im aktuell
dargestellten Sektionsausschnitt ( hor. und TWT Zoom ).
- AUTOM. GAIN :
- AGC-Skalierung der Spuren,
- Länge des Quellsignals ( blau ) und des
AGC-Fensters ( rot ) in der Sektion oben links
dargestellt
- ( immer aktiv während der Registrierung, AGC-Länge
justierbar mit der Maus ).
- DEFLECTION
- D-TRC × 0.5
... D-TRC × 5.0 :
- Amplitudenbegrenzung bei der graph. Darstellung der Spuren,
- in Vielfachen des Spurabstandes.
- MAX AMPL.
- DEFL × 0.1 ... DEFL × 10. :
- ein konstanter Faktor, der vor der Amplitudenbegrenzung
angewandt wird.
- SHOW DIR WAVE
- Darstellung der direkten Welle in der seism. Sektion.
- RUN
- kontinuierliche Berechnung und Darstellung der
Wellenfronten und der seismischen Spuren.
- STEP
- Berechnung und Darstellung in Einzelschritten.
- RESET
- setzt die Berechnung zurück,
- Meldung ! CLICK TO CALC ... ! im
Sektionsfenster,
- ermöglicht die Justierung alows AGC-Laenge für
den nächsten Registrierzyklus.
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HOWTO
zu den Beispielen
- HOR ZOOM ( im Modellfenster ) :
- Die linke Maustaste setzt ein horizontales
Zoomfenster für die Darstellung von Modell und seism. Spuren
- ( Rechteck cyan, Start im aktuellen Fenster, Ende ggf.
außerhalb ),
- die rechte Taste setzt den Horizontalausschnitt
zurück auf einen Bereich, der die Geophonauslage und ggf. den
Schusspunkt ( SHOT RECORD ) umfaßt.
- Der Vertikalausschnitt der Modelldarstellung wird automatisch
festgelegt
- ( Oberfläche, Z=0 [m], bis zur Maximaltiefe der
Grenzfläche oder Länge des Quellsignals ).
- TWT ZOOM ( im Sektionsfenster ) :
- Die linke Maustaste setzt einen Laufzeitbereich
für die Spurdarstellung
- ( min. Anfang = 0 [ms], max. Ende =
2 × max. TWT ),
- die rechte Taste ( od. der Start eines neuen
Registrierzyklus ) setzt den Bereich zurück
- ( 0 [ms] ... max. TWT ).
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HOWTO
zu den Beispielen
Beispiele
Gemeinsame Parameter aller Beispiele :
- Model :
- Synklinale ( 1 - COS ),
- hor. -100 [m] ... +100 [m],
ver. 50 [m] ... 130 [m],
- Gesamtausdehnung des Modells -280 [m] ... +280 [m]
( SCAL × ;1.0 )
- => Punktabstand ca. 2 [m] fiür ALL PNTS,
ca. 28 [m] für 21 PNTS.
- Velocity :
- 2.00 [km/s] => Delta-T = 1 [ms]
- Quellsignal :
- Kueppers, Ordnung 2, L-Sig = 20 [ms] = 40 [m],
SHOW SOURCE SIG
- Spuren :
- Vertikalkomponente, CYL. SPREADING
- Spurdarstellung :
- Wiggle + Area, D-TRC × 1.0, DEFL × 1.0,
SHOW DIRECT WAVE
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HOWTO
zu den Beispielen
ZERO OFFSET Sektion und SHOT RECORD,
mit dem typischen Reflexionsbild einer "Schlipsfigur".
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HOWTO
zu den Beispielen
Momentaufnahmen des Registrierzyklus für
TWT = 60 [ms] und TWT = 80 [ms]
( Interface = 21 Punkte, zur Verbesserung der Übersichtlichkeit
durch eine entsprechend geringe Anzahl von Wellenfronten ).
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HOWTO
zu den Beispielen
ZERO OFFSET Sektion und SHOT RECORD,
Horizontalausschnitt = Gesamtausdehnung des Modells,
Interface = 3 Punkte => typische Diffraktionshyberbeln.
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HOWTO
zu den Beispielen
SHOT RECORD ( Parameter wie erstes Beispiel ).
Die AGC-Skalierung hebt die Effekte der endlichen
Horizontalaudehnung des Modells ( ±280 [m] ) hervor.
Unterhalb 180 [ms] :
Diffraktionssignale kleiner Ammplitude von beiden Enden des Modells,
trotz einer Cosinus-Taperung des Impedanzkontrastes über je ca.
20 Punkte an beiden Enden des Interfaces
( ! nur bei ALL PNTS ! ).
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HOWTO
zu den Beispielen
Download
Die für eine lokale Installation des Applets benötigten Class- und
Html-Files sind verfügbar als
zip-File und als
tar.gz-File.
Weitere Applets :
Homepage des Authors
Rev. 29-Jul-2006
Kommentare bitte an
Fritz Keller
( ned gschempfd isch globd gnueg )
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HOWTO
zu den Beispielen
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TU Clausthal )