deutsch english Institut für Geophysik der TU Clausthal


Das Feld eines magnetischen Dipols

Labor-Praktikum am Institut für Geophysik der TU Clausthal

Applet   ( in separatem Fenster )


Bedienungsanleitung


DEMO-Version : Keine Ein- / Ausgabe, nur Beispiel Daten oder Messdaten als Appletparameter

VOLL-Version : Ein- / Ausgabe eigener Daten möglich
( Funktioniert mit dem Appletviewer aus einem JDK_1.1.x, wenn in .hotjava/properties mit acl.read= und acl.write= der Pfad für die Daten- / Modell-Files angegeben wird. )

Die Sicherheitseinschränkungen von Applets, insbesondere unter einem Browser wie Netscape, Explorer etc., entfallen bei einer Application, die unter einem Java Runtime System ( JRE ) abläuft.
s. Download


Das Applet simuliert eine geomagnetische Feldaufnahme auf einem Profil beliebiger Richtung und in einer Ebene ( Erdoberfläche ) über einem Dipol beliebiger Orientierung und Tiefenlage.

Es soll die Anomalien veranschaulichen, die in den verschiedenen Komponenten des Magnetfeldes für unterschiedliche Messkonfigurationen und Dipolparameter zu beobachten sind,
und es erlaubt die Justierung von Position und magnetischen Eigenschaften eines Dipols zur Anpassung brechneter Werte an eine Profilmessung.

( Praktikumsversuch : Verschiebung eines mag. Dipols entlang einer Profillinie 0 ... 7 [m], Messung der Vertikal- und Horizontalkomponente des Dipolfeldes mit einem Fluxgate-Magnetometer in fester Position bei ca. 3.5 [m] und ca. 1.3 [m] über dem Profil ).


Inhalt

Erläuterungen :

Koordinaten
Komponenten

HOWTO :

Applet / Dialog-Fenster
Messhöhe ...
Dialog DATA I/O
Dialog MODEL I/O

Graphik :

Fenster SRV
Fenster MAP
Fenster MOD
Fenster PRO

Download

Datenformat


Koordinaten :

Die Lage des Messgebietes, maßgeblich für das lokale Erdfeld, wird festgelegt in geographischen Koordinaten
LängeLON [deg], Bezugsmeridian = Greenwich ) und
BreiteLAT [deg], positiv auf der Nordhalbkugel ).

Längen werden in Meter[m] ) gemessen,
in einer Horizontalebene :
S = parallel und
Q = senkrecht zum Profil,
und in einer Vertikalebene, die den Dipol enthält :
X = horizontal und
Z = positiv nach unten.

Winkel werden in Grad[deg] ) gemessen
horizontal von geographisch Nord ( = lokaler Meridian ) positiv nach Osten ( Deklination, DEC und Azimuth, AZIM ),
vertikal von einer lokalen Horizontalebene positiv nach unten ( Inklination, INC ).

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Komponenten des Magnetfeldes :

Das Magnetfeld wird beschrieben durch seinen
Betrag der Feldstärke ( T, TOT, Einheiten : nanoTesla, [nT] ),
InklinationswinkelINC ) gegen die lokale Horizontalebene, und
DeklinationswinkelDEC ) gegen geographisch Nord.

Dem entspricht eine Vertikalkomponente von

Z = T * sin(INC), positiv n. unten,

und eine Horizontalkomponente von

H = T * cos(INC), nach magnetisch Nord zeigend.

Die Horizontalkomponente kann in eine ( geographische ) Nord- und eine Ost-Komponente zerlegt werden

N = H * cos(DEC) und E = H * sin(DEC),

was in der praktischen Anwendung eine sehr genaue absolute Ausrichtung des Messgerätes erfordert ( bei H = 20000 [nT] muß das Gerät auf ca. 10 Bogensekunden genau augerichtet werden, um den Fehler in der Ostkomponente kleiner als 1 [nT] zu halten ).

Innerhalb der Dimensionen eines Messgegiets wird das lokale Erdfeld als konstant angenommen, und die Abnahme des Betrages mit der Höhe von ca. -15 [nT/km] am magnetischen Äquator, ca. -30 [nT/km] an den magnetischen Polen, sowie die Zunahme mit der magnetischen Breite von ca. +4.5 [nT/km] ( in mittleren Breiten ) werden vernachlässigt.

Bei Geländemessungen in der Angewandten Geophysik wird meistens der Betrag des Feldes ( Totalintesität, T, ! ohne Information über die Orientierung des Feldvektors ! ) beobachtet, und / oder die Änderung der Vertikalkomponente DEL_Z bezüglich eines Basispunktes ( was für jeden Messpunkt lediglich die über Libellen vergleichsweise einfach und schnell durchzuführende Horizontierung des Gerätes erfordert ).

Zur Messung von Änderungen DEL_H der Horizontalkomponente wird das Messgerät meist nach magnetisch Nord ( z.B. Kompass ) ausgerichtet, wobei geringe lokale Variationen dieser Richtung aufgrund des überlagerten Feldes eines Störkörpers im Untergrund vernachlässigt werden.

Bei Messungen zur Erfassung sehr oberflächennaher Strukturen können "langsame" zeitliche Schwankungen des Erdfeldes ( Tagesgang ) und großräumige regionale Feldänderungen weitgehend eliminiert werden durch die Bildung eines räumlichen Differenzenquotienten als Näherung für den Gradienten des Feldes :

Die Totalintensität T kann gleichzeitig oder innerhalb weniger Sekunden ( typisch 3 - 4 [sec] ) gemessen werden

in zwei unterschiedlichen Messhöhen
Vertikalgradient, DT/DZ )
oder
in zwei Punkten mit konstantem Abstand in Profilrichtung
Horizontalgradient, DT/DS ).

Die Gradienten der Vertikal- und der Horizontalkomponente können im Appletmenue zwar zur Information angewählt werden, haben aber wegen der aufwendigen Geräteausrichtung nur geringe praktische Bedeutung.
Lediglich der Horizontalgradient kann ggf. nach einer hinreichend genauen Tagesgangkorrektur und bei hinreichender Punktdichte aus den Profildaten berechnet werden.

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HOWTO :


Applet / Dialog-Fenster ( Screenshot )  :

DATA I/O öffnet / schließt ein Dialogfenster zum Einlesen und Auflisten der Geometriedaten und der Messwerte eines Profils.

Mit NO INP / CMP 1 ... wird eine von max. 3 Komponenten des Datensatzes ausgewählt zur graphischen Darstellung und zum Vergleich mit für ein Untergrundmodell brechneten Werten.

Die beiden Textfelder rechts daneben beschreiben den eingelesenen Datensatz ( Filename / Beispiel xx / Applet Param. ) und die ausgewählte Komponente ( Name, Messhöhe etc. ).

Mit IND / REM DIPOLE wird ein Dipol parallel zum lokalen Erdfeld / beliebiger Orientierung angewählt.

Mit SAVE ACT / REST SVD DIP können die aktuellen Parameter des Dipols ( Koordinaten, Betrag und Richtung des magn. Moments ) gesichert und zuvor gesicherte Parameter restauriert werden.

In den beiden Dialogfeldern SENSOR / GRADIENT COMPONENT können max. drei Komponenten des berechneten Feldes zur Darstellung im Fenster PRO (s. unten ) ausgewählt werden.

In der Zeile SCALING lassen sich drei Skalierungsfaktoren für die Profilkoordinaten, die Tiefenlage ( = Z-Koordinate ) des Dipols und die Messhöhe einstellen.

Die Zeile SHOW ( gelb hinterlegt ) öffnet / schließt vier separate Fenster zur graphischen Darstellung und Parameterjustierung für Messgebiet, Profil und Dipol :

SRV = geographische Koordinaten des Messgebiets und daraus abgeleitetes lokales Erdfeld,
MAP = Orientierung und Lage des Dipols und des Messprofils in einer Horizontalebene, sowie
flächenhafte Verteilung einer brechneten Komponente ( in SENSOR / GRADIENT COMPONENT rot markiert ),
MOD = Tiefe und magnetisches Moment des Dipols in einer Vertikalebene,

und zur graphischen Darstellung gemessener und berechneter magnetischer Profile :

PRO = gemessene Werte und Ergebnisse der Modellrechnung mit aktuellen Parametern für Messgebiet, Profil und Dipol.

HELP und INFO beziehen sich auf die Fenster MAP, MOD und PRO :

HELP zeigt Hinweise auf die jeweils möglichen Mausaktionen,
und
INFO die aktuelle Position des Mauszeigers.

STOP ( im Applet ) schließt alle Fenster,

EXIT ( in der Application ) beendet das Programm.

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Panel H_SENSOR / Menue SENSOR / GRADIENT COMPONENT :

Die Modellrechnung wird an jedem Aufpunkt für 5 unterschiedliche Sensorpositionen durchgeführt :

die Zentralposition ( Höhe = MIDDLE ),
zwei Positionen gleichabständig darüberUPPER ) und darunterLOWER ),
und
zwei Positionen ( Höhe = MIDDLE ), im gleichen Abstand in positiver"vorwärts" ) und negativer Profilrichtung ( "rückwärts" ).

Messhöhe und Sensorabstand sind im Panel H_SENSOR graphisch dargestellt und mit der Maus justierbar :

an der M-Position wird die gesamte Messanordnung unter Beibehaltung des vertikalen und horizontalen Sensorabstandes vertikal verschoben,
und
an U / L wird der Sensorabstand ( symmetrisch zu M = fest ) verändert,
linke Maustaste )

die L-Position kann unter Beibehaltung der U-Position verändert werden und umgekehrt.
rechte Maustaste )

! L, M und U liegen immer sekrecht über dem Messpunkt auf dem Profil, L und U sowie die Positionen in positiver und negativer Profilrichtung symmetrisch zu M !

Der VertikalgradientD/DZ ) wird angenähert
durch die Differenz LOWER - UPPER ( ! z = pos. n. unten ! ),
der HorizontalgradientD/DS )
durch die Differenz "vorwärts" - "rückwärts",
jeweils dividiert durch den Sensorabstand.
Beide Werte werden der Zentralposition ( Messhöhe = M ) zugeordnet.

Um eine graphische Darstellung mehrerer Komponenten in gleicher Skalierung zu ermöglichen ( im Fenster PRO ) werden nur die Abweichungen ( DEL_T, DEL_Z und DEL_H ) vom ungestörten lokalen Erdfeld dargestellt, und die Auswahl im Menue SENSOR / GRADIENT COMPONENT ist auf die Komponenten einer Zeile oder einer Spalte beschränkt.

Die Berechnung der Horizontalkomponente kann für unterschiedliche horizontale "Geräteausrichtungen" durchgeführt werden :
H = MAG N parallel zum lokalen Erdfeld,
H = GEO N nach geographisch Nord,
H = S_PRO parallel oder
H = Q_PRO senkrecht zum Profil.

Dabei geben DEL_Z und DEL_H direkt die entprechenden Komponenten des Dipolfeldes wieder, während DEL_T als Differenz des Betrages der Vektorsumme aus Erdfeld und Störkörperfeld und des Betrages des ungestörten Erdfeldes ( Totalintensität, T ) brechnet wird.
Die Absolutwerte können durch Addition der im Fenster SRV aufgelisteten Bezugswerte ( Lokalfeld ) abgeschätzt werden.

! Nach dem Einlesen von Messdaten und der Auswahl einer der gemessenen Komponenten ( s. DATA I/O und CMP 1 ... ) sind das Panel H_SENSOR, die Dialogfelder SENSOR / GRADIENT COMPONENT und die Skalierung von Profil und Messhöhe inaktiv, da die dort einstellbaren Parameter durch die Messdaten festgelegt sind !

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Fenster DATA I/O :

Ein Dialogfeld ermöglicht

das Löschen, Einlesen und Ausgeben von Messdaten
mit Informationen zum Messgebiet und zur Geometrie eines Profils sowie mit Messwerten für bis zu drei auf dem Profil beobachteten Komponenten :
CLEAR DATA
Löschen aller Messdaten,
EXAMPLE OBS
"Einlesen" von Beispieldaten,
INP APPL PARAM ( nur Applet )
"Einlesen" von Messdaten als Applet Parameter,
INP FROM FILE ( nur VOLL-Version )
Einlesen von Messdaten als Textfile,
OUTPUT OBS / REG / O - R
Ausgabe der Messdaten, eines ggf. berechnten Regionalfeldes und der Differenz OBS - REG.

! Falls ein Schreibzugriff auf die lokale Platte unzulässig ist, z.B. in der DEMO-Version, werden bei OUTPUT ... die Daten auf dem Bildschirm / der JAVA-Console gelistet !

und
das Auflisten von Parametern des Datensatzes und der Messwerte in einem Textfeld
( CLR TEXT / STATUS / SURVEY / HEADER / DATA, bei sehr umfangreichen Datensätzen werden mit DSP NXT / SKP FWD / SKP BWD jeweils 500 Zeilen gelistet ).

Mit COMP 1 / 2 / 3
werden die auszugebenden Komponenten ausgewählt,

mit TRC I/O
werden im Textfeld die Ein- / Ausgaben protokolliert,

und

mit HIDE
wird das Fenster DATA I/O geschlossen.

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Fenster SRV :

Für die geographischen Koordinaten und die Höhe des Messgebietes und das Datum der Feldaufnahme wird das lokale Magnetfeld durch eine Reihenentwicklung nach Kugelflächenfunktionen ( max. Grad / Ordnung = 10 ) angenähert.
Die hier benutzten Koeffizienten des Referenzmodells ( International Geomagnetic Reference Field, IGRF ) der International Association of Geomagnetism and Aeronomy, ( IAGA ) werden bereigestellt vom National Geophysical Data Center ( NGDC ), USA.

Die Lage des Messgebiets wird mit der Maus eingestellt an den Enden der blau eingezeichneten Radien :
die geographishe Länge in einem Äquatorialschnitt der Erde ( oben links ),
die geographishe Breite in einem lokalen Meridianschnitt ( oben rechts ).

In einem Menuefeld am unteren Bildrand werden
das Datum ( 01-Jan-1900 bis 31-Dez-2009 )
und
die Höhe des Messgebietes ( 200 [m] unter NN bis 2000 [m] über NN )
angewählt,

und unter MODE

erlaubt DIA die freie Wahl aller Parameter ( Koordinaten, Datum und Höhe ) zur Berechnung des lokalen Normalfeldes,

setzt CLZ Koordinaten und Höhe auf die entsprechenden Werte für Clausthal und das Normalfeld ( unabhängig vom Datum ) auf im Programmcode vorgegebene Werte,

setzt OBS Parameter und ggf. Normalfeld auf mit Messdaten eingelesene Werte, erlaubt die Wahl nicht gesetzter Parameter und berechnet daraus ggf. ein lokales Normalfeld.

Im unteren Teil der Abbildung sind Richtung und Betrag des lokalen Feldes aufgelistet und in einer lokalen Horizontalebene ( links ) und einer lokalen Vertikalebene ( rechts ) graphisch dargestellt.

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Fenster MAP :

Ein Lageplan des Messgebiets in einem lokalen rechwinkligen Koordinatensystemgeogr. E [m], geogr. N [m] ) zeigt die Projektion in eine lokale Horizontalebne von
Messprofil ( blau )
und
Dipol ( Moment = magenta, Position = Kreuz, cyan ).

Der Ursprung des Koordinatensystems ( = 0 [m] E, 0 [m] N ) entspricht der geographischen Länge ( LON ) und Breite ( LAT ) des Messgebiets, die zusammen mit der Deklination ( DEC ) des Lokalfeldes in einer Überschrift aufgelistet sind.

Mit dem Mauszeiger über den Buchstaben DEC werden die aktuellen Werte für Totalintensität, Horizontal- und Vertikalkomponente des ungestörten lokalen Erdfeldes angezeigt,
die linke Maustaste zeigt einen roten Nord-Pfeil ( mag. N = Richtung der Horizontalkomponente des ungestörten Erdfeldes ),
die rechte Taste löscht den Pfeil.

Befindet sich der Mauszeiger über dem Fußpunkt des Dipol-Moments, werden die aktuellen Parameter des Dipols ( Koordinaten und mag. Moment ) aufgelistet.

Menue-Feld ( am oberen Bildrand ) :

MAP ...
stellt die in SENSOR / GRADIENT COMPONENT rot markierte berechnete Komponente flächenhaft dar.

In der Farbskala ( rechts ) kann mit der linken Maustaste ein Amplitudenausschnitt gesetzt und mit der rechten Taste zurückgesetzt werden.

DIPOLE und PROFILE
aktivieren die möglichen Mausinteraktionen :

der Dipol kann parallel und / oder senkrecht zum Profil verschoben werden,
die Projektion des Moments in die Horizontalebene kann gdreht werden ( nur REM DIPOLE ),
und
das Profil kann an beiden Enden verlängert / verkürzt und
gedreht werden.

UNDO
macht die letzte Änderung rückgängig.

! Nach dem Einlesen von Messdaten und der Auswahl einer gemessenen Komponente ( s. DATA I/O und CMP 1 ... ) ist das Profil durch die Messdaten festgelegt und kann nicht mehr verändert werden !

Zoom ist immer aktiviert :
die linke Maustaste wählt einen Ausschnitt ( graues Rechteck ), und
die rechte Taste setzt auf autom. Skalierung zurück.

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Fenster MOD :

Ein Vertikalschnitt, der den Dipol enthält ( +X = DEC DIPOLE, magenta im Fenster MAP ) zeigt
die Tiefe und Inklination des Dipols ( X = 0 [m] = const. ),
die Messhöhen ( blaue Linien, z < 0 [m] )
und
die Projektion des Profils ( blau ) in die Schnittebene.

Menue-Feld ( am oberen Bildrand ) :

SHOW FIELD
zeigt den Verlauf der Feldlinien ( hellgrau ).

ADJ DIPOLE
aktiviert die möglichen Mausinteraktionen :

der Dipol kann vertikal verschoben werden,
der Betrag des Moments und
die Inklination ( nur REM DIPOLE ) können verändert werden.

UNDO
macht die letzte Änderung rückgängig.

Zoom ist immer aktiviert :
die linke Maustaste wählt einen Ausschnitt ( graues Rechteck ), und
die rechte Taste setzt auf autom. Skalierung zurück.

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Fenster PRO :

Das Fenster zeigt eine graphische Darstellung von Messdaten und / oder von Daten, berechnet mit den aktuellen Parametern von Messgebiet, Profil und Dipol.

Wenn keine Messdaten für die graphische Darstellung ausgewählt sind ( s. DATA I/O und CMP 1 ... ), können bis zu drei berechnete Komponenten aus dem Menue SENSOR / GRADIENT COMPONENT dargestellt werden.

Menue-Feld oben :

ADJ MOD
ermöglicht das Verschieben des Dipols parallel zum Profil ( Q_DIP = const. ),
und
aktiviert die Menuepunkte AUTO und APPLY, wenn berechnete und gemessene Werte gemeinsam dargestellt sind ( s. unten OBS + CALC ).

AUTO passt im dargestellten Profilausschnitt ( s. Zoom ) die berechnete Komponente an die Messwerte an, und bestimmt einen Betrag des magn. Moments, der mit
APPLY auf den Dipol angewandt wird.

UNDO
macht die letzte Änderung rückgängig.

Wenn Messdaten eigelesen sind und eine der gemessenen Komponenten ausgewählt ist, erscheint ein zweites

Menue-Feld unten :

Mit OBS / CALC DATA / OBS + CALC werden
Messdaten als blaue Rechtecke
und / oder
berechnete Werte als rote Kurve
dargestellt.

Ein den Messwerten evtl. überlagertes Regionalfeld, verursacht durch großräumige / tiefer liegende Strukturen, kann durch ein Polynom max. 6. Grades ( REG FIELD POLYNOME NONE / DEG 0 ... ) angenähert werden.

Die Eingangswerte für die Bestimmung der Polynomkoeffizienten werden mit der linken Maustaste ausgewählt ( graues Rechteck ) und durch ausgefüllte blaue Quadrate gekennzeichnet,
mit der rechten Taste können Messwerte ausgenommen werden.

Die Darstellung des Regionalfeldpolynoms wird festgelegt durch
SHOW FCT = kein Polynom, Daten wie eingelesen / berechnet,
SHOW REG = Messdaten wie eingelesen sowie Polynom + berechnete Daten,
FCT - REG = Messdaten - Polynom sowie berechnete Daten.

Zoom ist immer aktiviert :
Die linke Maustaste setzt am unteren Bildrand einen Profilausschnitt, am linken Bildrand einen Amplitudenausschnitt, der mit der rechten Taste zurückgesetzt wird.

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Download :

Die benötigten Class-Files sind verfügbar

für die DEMO-Version ( Applet )
als
zip-File und als .tar.gz-File,

und

für die VOLL-Version ( Applet + Application )
incl. Beispiel-Files für Modell und Messdaten
als zip-File und als .tar.gz-File.

Das für die Application benögte Java Runtime Environment ( JRE ) ist bei Sun Microsystems, Inc. für verschiedene Plattformen verfügbar.

Bei beiden Versionen ist ein HTML-File enthalten, das mit

<PARAM name="MES" value="...">

die Übergabe von Messdaten als Applet-Parameter demonstriert.
Die VOLL-Version enthält ein Beispiel-File für die Engabe von Messdaten mit INP FROM FILE.

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Format für Messdaten
als Text-Files und als Applet Parameter


Das Datenformat, ursprünglich konzipiert für Text-Files, ist zeilenorientiert mit Header- und Steuerdaten und einer Liste von Koordinaten und Messwerten
mit 1 Zeile/Messpunkt und max. 9 Spalten/Zeile,
wovon max. 3 als Messwerte eingelesen werden.

Bei der Datenübergabe als Applet Parameter müssen zwei Konventionen zur Darstellung von HTML-Texten berücksichtigt werden :

Zeichefolgen "< ... >" dienen der Formatierung des Textes, und die in Messdaten-Files benutzten Kennungen "<XXX>" müssen durch "#XXX>" ersetzt werden.
( In Daten-Files sind beide Formulierungen zulässig. )

Die Zeichen "CR" und "LF" ( CarridgeReturn, LineFeed ) weden überlesen,
d.h. in den ( unterschiedlich langen ) Zeilen, die mit "#XXX>" beginnen, muß das Zeilenende durch "|" ( Pipesymbol, vertikaler Strich ) markiert werden,
und
für die Daten-Zeilen muß die konstante Zahl der Spalten/Zeile angegeben werden.
( s. CPL=, wird in Daten-Files überlesen. )


Beispiel : Profilmessung als Applet Parameter

<PARAM name="MES" value="
#TIT> Labor Prakt FLUXGATE Z + H  Inc(DIPOL) 45. [Deg]|
#DAT>&bbsp; 07/DEC/2001|
#FMT>     S_PRO     DEL_Z     DEL_H|
#HMS>              +1.380    +1.380|
#SOD> S=1=15. C=2-3=DEL_Z=1.38=DLH_S=1.38 L=CLZ CPL=3|
           0.00      +2.6     +32.2
          +0.25      +4.6     +39.1
          +0.50      +7.6     +48.0
           *          *         *
           *          *         *
          +2.50    +311.0    +281.2
          +2.60    +371.1    +292.3
          +2.70    +439.6    +296.6
          +2.80    +515.6    +290.9
#SHF>|
          +2.60    -428.9    +292.3
          +2.70    -360.4    +296.6
          +2.80    -284.4    +290.9
          +2.90    -203.1    +271.6
           *          *         *
           *          *         *
          +7.00     -25.2     10.5
#EOD>">

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Die mit "#XXX>" beginnenden Header-Zeilen enthalten überwiegend Benutzerinformationen.

Lediglich das mit "#DAT>" angegebene Messdatum wird an SRV zur Berechnung des lokalen Normalfeldes übergeben

und
"#SOD>" beschreibt das Format der Messdaten :

"S=1=15."
=> Profilkoordinate S_Pro in Spalte 1, Azimuth A_S2n = N 15 [deg] E,
"C=2-3=DEL_Z=1.38=DEL_S=1.38"
=> gemessene Komponenten in den Spalten 2 bis 3,
=> Spalte 2 = Delta_Z, Messhöhe H_Mes = 1.38 [m],
=> Spalte 3 = Delta_H in Profilrichtung, Messhöhe H_Mes = 1.38 [m],
( alternativ "C=2,3" ... , und für Delta_H :
"DEL_H" = "DEL_M" => magn. N,
"DEL_G" => geogr. N,
"DEL_Q" => senkrecht zum Profil ),
"L=CLZ"
=> Koordinaten und Normalfeld für Clausthal, s. Fenster SRV,
( alternativ :
"L=10.3=51.8=600." => Koordinaten des Messgebiets, hier Clausthal,
und / oder
"N=48700.=0.=67.0" => Totalintensität, Deklination und Inklination im Messgebiet, hier Clausthal ),
"CPL=3"
=> Daten-Liste mit 3 Spalten/Zeile.
In der Liste der Messdaten markiert "#SHF>"
den Anfang eines Profilabschnitts, der das Ende des vohergehenden Abschnitts um min. 3 Messpunkte überlappt,
und dessen Messwerte um einen konstanten Betrag versetzt sind ( zur Vermeidung von Messbereichsüberschreitungen, z.B. bei einem Fluxgate-Magnetometer ).
Der Betrag der Verschiebung wird im Überlappungsbereich über ein Näherungspolynom max. 3-ten Grades bestimmt und auf die Messwerte aller folgenden Profilabschnitte angwandt.

Weitere implementierte Komponenten :
"FLD_T", "FLD_Z" und "FLD_H" ( sowie _M, _G, _S u. _Q )
=> Total-, Vertikal- und Horizontalintensität,
"DT/DZ=Messhöhe=Sondenabstand"
=> Vertikalgradient der Totalintensität aus 2 Messungen in unterschiedlichen Höhen,
"DEL_T"
=> Relativwerte der Totalintensität,
+ ggf. "O=off1=off2..."
=> Bezugswerte für alle mit "C=..." angegebenen Komponenten ( ggf. 0. )

Weitere implementierte Koordinaten :
"Q=n=ddd.d"
=> Koordinate Q_Pro senkrecht zur Profilrichtung in Spalte n, Azimuth A_Q2n = ddd.d
( bei flächenhafter Vermessung, A_Q2n = A_S2n +/- 90 [deg],
i.A. + 90 => S, Q, Z pos. n. unten = Rechtssystem )
"T=n=DDD"
=> Uhrzeit T_Pro in Spalte n, Dimension DDD :
HOR od. ohne Dim => Stunden dezimal,
MIN => Minuten,
SEC => Sekunden,
HMS => "hhmmss"

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Weitere Applets : Keller-clz.de


Rev. 27-Jul-2005

Wie auch bei Produkten von Weltkonzernen üblich, wird der Benutzer / Anwender als unfreiwilliger Tester eingesetzt.

Daher:

Kommentare bitte an Fritz Keller
( ned gschempfd isch globd gnueg )

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